„Wir sind einfach nur wir selbst und das ist unser bestes Album bisher.“

Kennt man ja als geneigter Musikfreund: Wenn man ein paar Interviews gelesen hat, hat man sie (fast) alle gelesen. Sicher gibt es journalistische Glanzleistungen, die aus einer Standardsituation eine interessante Story machen und durchaus auch Interviewpartner, die was interessantes zu sagen haben. Davon allerdings (anscheinend) nicht genug, um ein monatliches Musikmagazin damit zu füllen.

Seit ich keine Musikzeitschriften mehr lese habe ich Schwierigkeiten auf dem neuesten Stand zu bleiben, was aktuelle Veröffentlichungen betrifft. Sorry Visions, Musikexpress und Spex aber ich kann euch wirklich nicht mehr lesen – zumindest nicht zu mehr als einem Drittel. die Visions aus o.g. Gründen, den Musikexpress ebenso (außerdem auch noch Springer-Verlag, können die Jungs beim ME zwar nichts für und die Bild lesen sie wohl auch nicht, aber trotzdem…) und die Spex… Tja, nachdem ich sie ein paar mal gelesen hatte, dachte ich noch: „Aha, interessante Perspektive.“ Nach ein paar mehr Ausgaben konnte ich mich eigentlich (zum Teil) nur noch am Kopf kratzen und mich wundern wer so ein prätentiöses und geschwollenes Zeug von sich gibt. Mein absoluter Lieblingsartikel beschäftigt sich mit „Porno als Energieform“ (sic) und dem künstlerischen Wert von Pornorap. Eine sehr…ähem…penetrante Musikrichtung, nachzulesen hier – wirklich eine Freude.

Rezensionen und Release-Infos gibt’s eigentlich auch online zu genüge – nur leider nicht als Heft, das man auf dem Klo oder im Zug oder auf dem Klo im Zug (vielleicht lieber doch nicht) bequem lesen kann. Auch die redaktionelle Auswahl fehlt hier (manchmal),genauso wie die CD, die immer ein willkommenes Extra ist. Findet man natürlich auch alles online, aber die CDs fehlen mir wirklich. Liegt wahrscheinlich an meiner Affinität für physische Tonträger und deren Cover. Fotos nicht zu vergessen, denn anstatt der Bilder aus Presse-Kits oder Fan-Fotos, sind hier teilweise großartige Bilder abgedruckt, die über die Standardposen hinausgehen.

Nichtsdestotrotz (schönes Wort) hat es auch Vorteile, nicht immer ganz up-to-date zu sein. Ich höre mir mehr ältere Sachen an, die an mir vorbeigegangen sind, weil jeden Monat 20 neue Alben rauskamen, die ich haben wollte (natürlich damals wie heute mit unzureichenden Finanzen) und ich sehe mir auch mehr unbekannte Bands an, die in meiner Stadt vorbeikommen. Vielleicht sollte ich mir aber trotzdem mal wieder eine Ausgabe derVisions kaufen. Nachdem ich das hier geschrieben habe, hätte ich zumindest Lust dazu.

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